Darf ein Hobby Podcast alles sagen? Live vom Podfluencer Festival (Ep. 274)

03.11.2026 44 min

Zusammenfassung & Show Notes

Du sitzt in deinem kleinen Studio, freust dich über ein Thema und drückst auf Veröffentlichen. Was danach passiert, ist für viele von uns eine Blackbox. Denn wer hört uns eigentlich zu? Was darf ich sagen, was nicht? Welche Pflichten habe ich als Podcaster? Genau darüber habe ich live auf der Bühne des Podfluencer Festivals gesprochen, gemeinsam mit Steffi Beyrich ((R)ECHT INTERESSANT!), und Stefanie Gregor (Eufoniker). Das Publikum hat live abgestimmt, und so wurde aus dem Panel ein "Mitmach-Podcast". Gemeinsam klären wir, ob für Hobby Podcaster wirklich andere Regeln gelten als für kommerzielle Formate, denn hier herrscht Nachholbedarf!   Manchmal ertappen wir uns auch selbst, denn vielleicht war die eine oder andere Aussage nicht geprüft, wir haben sie im Gespräch stehen lassen ohne Einordnung, oder haben eine Meinung wie eine Tatsache klingen lassen. Fragen über Fragen, die wir in dieser Episode einordnen.

Informationen zu meiner Panel-Begleitung:
Stefanie Gregor, Journalistin, Produzentin und Inhaberin des Produktionsunternehmens Eufoniker
 🌐︎ Website: https://www.eufoniker.de/
🎙️ Podcast: https://www.eufoniker.de/resonanz-replik
📲 LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/stefanigregor

Stephanie Beyrich, (R)ECHT INTERESSANT!
🎙️ Podcast: https://www.brak.de/newsroom/podcasts/
📲 LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/steffi-beyrich
📲 Instagram: https://www.instagram.com/recht_interessant/

Anmerkung:  Die Inhalte dieser Episode dienen der allgemeinen Information rund ums Podcasten und ersetzen keine Rechtsberatung. Alle Angaben entsprechen dem Stand der Aufnahme im Oktober 2026. Für deinen konkreten Fall hilft dir eine Anwältin oder ein Anwalt weiter.

Live-Panel: Besser als ungeskriptet mit Steffi Beyrich, Giovanni Pellegrino & Stefani Gregor

Fragen aus dem Live-Talk:
1. Wie bist du hier? (Abfrage: Hobby-Podcast, Beruflich/Kommerziell, keinen Podcast)
2. Bereitest Du Deine Episoden vor?
3. Wie gehst Du mit Aussagen Deiner Gäste um?
4. Informierst Du Dich über rechtliche Themen rund um Deinen Podcast?
5. Was ist Dir als Hörer:in am wichtigsten?
6. Stell uns deine Fragen (Q & A)
 
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Transkript

Wie viel Impact dein Podcast hat, zeigt sich nicht erst, wenn es erfolgreich wird, denn du trägst die Verantwortung vom ersten Tag an. Egal ob dich 10 oder 10.000 Leute hören. Dieser Gedanke hat mich ehrlicherweise zum Nachdenken gebracht, live beim Podfrancer Festival 2026. Denn ich war live auf der Bühne mit Stephanie Bayrich, Pressespecherin der Bundesrechtsanwaltskammer Berlin und Host vom Podcast Recht Interessant, als auch mit Stephanie Gregor, Journalistin und produziert mit ihrer Firma Euphronica selbst Podcasts. Aus diesem Gedankenexperiment wurde ein Mitmach-Podcast mit dem Publikum, das live abstimmen dürfte. Wir haben ehrlich über Verantwortung gesprochen, wie wir damit umgehen, was das alles zu bedeuten hat und haben das Ganze anhand verschiedener Beispiele durchgespielt. Für dich aufbereitet in dieser Episode findest du unten in den Shownotes alles Wichtige. Und jetzt gehen wir rein in die Episode. Du hörst So geht Podcast. Gespräche aus der Podcast-Szene. Von und mit Giovanni Pellegrino. Immer mehr Podcaster starten ihren eigenen Podcast, sagen irgendwas im Mikrofon und sind sie nicht bewusst, welchen Einfluss sie auf die Welt haben. Andere werden sehr, sehr groß. Deswegen haben wir auch einen wunderschönen Titel wie Besser als ungeskriptet. ungescriptet, der ein oder andere von euch kennt, den ist ein Podcaster. Warum diese zwei Themen zusammenpassen, erfährt ihr in dieser Episode quasi, in diesem Live-Podcast. Und ich möchte erst mal das Mikrofon überreichen an meinen zwei bezaubernden Mit-Co-Hosten in diesem Panel. An Steffi es zählt nicht, weil wir haben hier zwei Steffis. Steffi und Steffi, Steffi. Und deswegen auch immer. Stefanie, Steffi, wir haben uns so geeinigt, das so aufzuteilen. Dann macht es dir es ein bisschen leichter. Sehr gut, da werde ich für Steffi. Steffi Pink nennen. Ich will aber nicht blau sein. Okay. Wir starten hier nicht politisch, sondern mit einer Message. Deswegen, ich würde für Stefanie Pink mit ihr starten. Ja also wir wollen heute journalistische und juristische Themen quasi rund ums Podcasten so ein bisschen besprechen weil das quasi unsere beiden Backgrounds sind und es geht um die Verantwortung die wir auch als PodcasterInnen haben Dass wir nicht nur, ich sag mal, Themen rausblasen, ungefiltert oder unbedacht sozusagen. Und auch man sich der Konsequenzen bewusst sein muss, wenn erst mal was da draußen ist, dann ist es erst mal da und man muss sich im Zweifel auch daran messen lassen. Und es geht um so eine Awareness, was wir veröffentlichen und mit welchem Selbstverständnis und auch mit welcher Verantwortung, die dahinter steckt. Das war also mein Anlass, also ein bisschen aufmerksam zu machen auf die Verantwortung, die man manchmal gar nicht so im Blick hat. Man sitzt da in so seinem kleinen Studio und freut sich über irgendein Thema und denkt manchmal gar nicht drüber nach, wie viele Menschen das im Zweifel hören. Und man guckt dann vielleicht gelegentlich mal auf die Abrufzahlen und schätzt die häufig viel zu gering ein, weil man ärgert sich dann und denkt, das sind ja nur 300 Downloads. aber stellt euch mal einen Raum mit 300 Menschen vor und an die transportiert ihr was. Und natürlich, No Front, das war ein kleiner Seitenhieb im Titel, ungeskriptet, wobei das Wort gibt es ja schon sehr viel länger als den Podcast. Und das Thema Skripten oder nicht Skripten, vorbereiten, nicht vorbereiten, mit rechtlichen Themen auseinandersetzen, bevor ich mit was nach draußen gehe, glaube ich, ist eins, das uns alle beschäftigt. und den Seitenhieb konnten wir uns irgendwie nicht verkneifen. Also ich finde das gar nicht so seitenhiebig. Oh, ich hab's gemeint. Ja, also so wie du, aber du hast ja recht. Also das, ne, niemand hat dieses Wort für sich gepachtet sozusagen. Es gab dieses Wort schon lange vorher, ich komme aus dem Radiobereich und vor 25 Jahren haben wir schon über Skripten gesprochen oder eben Nicht-Skripten. Und was da auch manchmal alles in die Hose gehen kann, wenn man nicht skriptet und denkt, man kann einfach drauf zugehen und das läuft schon. Ich mache mal das Mikro an, mal gucken, was kommt. Also gab es auch in meinen jungen Jahren schon Schelte vom Chef, dass der mich direkt nochmal losgeschickt hat und gesagt hat, also ich brauche da mehr Faden so. Und was ist deine Message? Und bestimmte Sachen kannst du so nicht sagen. Genau, das war so der Hintergrund. Ja, vielen Dank auf jeden Fall dafür. Und ich will erst mal fragen, wer von euch einen Podcast hat. Und zwar wir haben verschiedene Abstimmungsm Schauen ob es so funktioniert wie wir es uns vorstellen Perfekt Ihr habt schon abgestimmt Wer von euch hat schon irgendwie was abgestimmt Perfekt Und wir haben tats wenn ich das so richtig von hier aus lesen kann ich habe einen Hobby ich podcaste beruflich oder kommerziell ich bin vor allem als Gast im Podcast oder ich habe noch keinen Podcast und wie wir sehen, ich würde sagen, die meisten von hier haben eher keinen Podcast oder einen Hobby-Podcast und nur die wenigsten beruflich oder kommerziell. Und das ist auch interessant immer, weil dann entwickelt sich so ein Talk ganz anders. Also wenn jetzt alle Profi-Podcaster werden, dann gehen wir ganz anders an der Thematik rein und jetzt wissen wir ja schon, viele podcasten ja gar nicht, also können wir ganz anders in die Tiefe reingehen oder weniger teilweise in die Tiefe, weil man sagt, die steht nur Bahnhof und das wollen wir auch am Ende nicht. Und deshalb war schon alleine diese Umfrage für mich super interessant. Wie ihr wisst, Podcaster geben viel Preis und nennen viele Dinge, die kommen ins Internet und dann hören das andere Menschen. Und wir glauben, selbst obwohl wir Hobby-Podcaster sind, ja, das hat doch gar keinen Einfluss. Wie ihr gerade gesagt habt, 100 Leute, 200 Leute, 50 Leute, selbst 10 Leute, die ihr beeinflussen könnt, haben einen großen Impact zusammengenommen auf, wenn ihr das fünf Jahre macht. Also da kommt schon einiges zusammen. Und manche würden sagen, ja, aber ich bin doch kein Journalist, ist doch egal, was ich sage, das interessiert vielleicht dem einen oder anderen, aber im Endeffekt, ich bin doch nur ein Mensch. Und das ist so krass, welche Dynamik so ein Podcast annehmen kann, dass dann sogar vielleicht Gäste zu dir kommen, die eine große Reichweite haben, die sehr kontrovers sind vielleicht. Es geht ziemlich stark in eine bestimmte Meinung und man selbst ist in der Verantwortung zumindest das einzuordnen. Und deshalb möchte ich auch an euch beiden, weil ihr habt mit Journalismus und auch im Bereich Jura so viel Erfahrung, dass sie einfach uns mitnehmen können. Wenn ich jetzt zum Beispiel ein Hobby-Podcaster bin und starte jetzt einfach, darf ich jetzt alles sagen, wie weit betrifft mich das, selbst wenn mich nur, sag ich mal, 10 bis 100 Leute anhören? Erst mal den Punkt, die Differenzierung Hobby-Podcaster, beruflicher, kommerzieller Podcast, da spielt f viele Fragen die Unterscheidung keine Rolle Also weil viele gehen immer davon aus ich mache das ja einfach nur so also ich bin kein Journalist ich verdiene damit kein Geld weil ich keine Werbung schalte ich monetarisiere auch nicht bei YouTube Das ist ja ein Hobby das ist ja eher so privat Und da hat man euch im Zweifel schon am Arsch. Weil für viele Themen ist es völlig egal, ob ich das als Hobby betrachte oder nicht. Gewisse Regeln gelten für mich einfach. Und juristisch betrachtet ist es so, der Bereich, wo wirklich fast nichts relevant ist, das ist der absolut private Bereich. Das ist aber nur, wenn ich das für Familie und vielleicht einen abgegrenzten Bereich oder Kreisfreunde mache. Also sobald ich das wirklich öffentlich stelle und eine theoretisch unbegrenzte Anzahl von Menschen darauf zugreifen kann, ist das nicht mehr privat in dem Sinn. Also das, glaube ich, ist das Erste, was man sich mal klar machen muss. Und der zweite Punkt ist, man weiß ja vorher nicht, wenn man eine Episode raushaut, wie viel Reichweite wird sie haben. Das entscheidet sich ja erst on the go. Und manchmal landet man völlig unerwartet einen Treffer. Das ist mir schon ganz oft passiert. Ich mache das jetzt schon eine ganze Weile und ich habe auch ganz ordentliche Abrufzahlen. Aber zwischendrin habe ich mal so ein Ding, das hat 15.000 Downloads. Habe ich nicht kommen sehen. Und dann ist es aber, danke, das lag nicht an mir, sondern an meinem Gast, aber das weiß man vorher nicht. Das heißt, die Entscheidung, ich mache es nur als Hobby, die entscheidet nicht darüber, was es hinterher ist. Und ab einer gewissen Reichweite, es gibt immer wieder Urteile, jetzt gab es gerade wieder eins, betraf auch einen Influencer. Da wurde leider nicht präzisiert, welche Reichweite denn eine relevante ist. Aber das Gericht hat gesagt, ab einer gewissen Reichweite trifft mich sogar journalistische Verantwortung, egal ob ich mich als Journalist bezeichne oder nicht. Und dann bin ich auch drin im Medienstaatsvertrag und habe andere Pflichten. Also das muss man sich vielleicht erst mal klar machen. Und sollte ich es wirklich ganz, ganz eng im privaten Bereich machen, dann habe ich zum Beispiel schon gar keine Impressumspflicht. Fakt ist aber, das meiste, was ich wahrnehme hier, das ist darüber hinaus. Und mein Rat ist immer ganz grundsätzlich, einfach mal damit befassen und safety first. Also lieber erfülle ich etwas zu viel, als mich hinterher auseinandersetzen zu müssen. Und natürlich muss ich auch im öffentlichen Bereich, auch wenn ich eine kleine Reichweite habe, ich darf keine falschen Tatsachenbehauptungen über andere aufstellen, ich darf nicht verleumden, ich muss Urheberrechte beachten, ich muss Lizenzrechte beachten. All das trifft mich auch, egal ob mein Podcast von 50 Leuten gehört wird oder von 50.000. Die Regeln werden einfach nur strenger, wenn es ein großer kommerzieller ist, bin ich viel mehr drin in Werbekennzeichnungen, bla bla bla. Kann ich eine Frage dazu direkt stellen? Bitte. Du hast das Wort Impressumspflicht gerade gesagt. Kannst du das abgrenzen, ungefähr ab wann man impressumspflichtig ist? Oder sollte man das per se machen? Sofort. Wie wahrscheinlich ist es, dass nur deine Eltern, deine Geschwister und deine besten Freunde deinen Podcast hören? Indem du das denen per WhatsApp als MP3 schickst. Also das würde ich auf jeden Fall immer machen. Und wenn man jetzt denkt, oh Gott, das ist ja so viel Aufwand, das ist so schwierig, dann brauche ich eine Homepage. Nein, brauche ich alles nicht. Ich habe einen Hosting-Dienst. Also ich bin mit fast allen Formaten bei Let's Cast. Und da hast du ja unten. Machst du Datenschutzerklärung, machst du Impressum, gibt es Baukastensysteme, das kann ich mir erstellen lassen. und dann verlinke ich auch auf Instagram, auf YouTube, auf das Impressum, das ich bei Let's Cast hinterlegt habe. Ich brauche keine eigene Seite, weil ich ja so eine Podcast-Seite durch Let's Cast oder Podigy oder was auch immer dann habe. Ich würde es sofort machen. Weil die Gefahr ist auch viel zu groß, dass dich vielleicht überraschend der Erfolg überrennt und dann bist du gedanklich überall, aber nicht da. Mach es doch gleich von Anfang an richtig, warum nicht? Und dann kommt die Abmahn in Kanzlei. Ja, also nicht von mir. Nee, nee, aber ich habe Berufsehre. Ich mache sowas nicht. Nein, natürlich ist es auch richtig. Aber ich bin ehrlich, es gibt auch Podcasts, die ich für gesamtgesellschaftlich problematisch halte. Da gucke ich dann schon mal nach. Da ist das Impressum. Kann ich mir ganz gut vorstellen, irgendwie. Jetzt in diesem Talk. Ganz, ganz gut. Ihr habt gesagt, also ganz viel über rechtliche Themen gesprochen. jetzt wissen wir ein bisschen mehr darüber bescheid der erfolg kommt manchmal und wir wissen gar nicht mehr also wir können uns nicht vorstellen das kommt plötzlich aus dem nichts aber im endeffekt dass du ein gast eingeladen der reichweite hatte und hat hast dann 15 Downloads erzielt Hast du dich darauf vorbereitet wenn wir schon bei ungescriptet sind Also, ich habe ja inzwischen, ich muss immer nach 18, fünf verschiedene Formate. Die sind komplett unterschiedlich konzipiert. Ich habe einen, da gibt es gar nichts. Da weiß ich vorher noch nicht mal, was mein Co-Host mitbringt. Da gucke ich fünf Minuten vorher, mal schnell die News durch, was ist spannend und dann wird einfach drauf losgelabert. Das ist ein klassischer Laber-Podcast. Im rechtlichen Bereich. Im rechtlichen Bereich. Das ist natürlich auch kritisch. Ich mache dann kenntlich, dass ich was nicht genau weiß, dass ich es aber noch nachliefer in den Shownotes. Dann habe ich ein Format, das ist All Eyes On. Das sind Themen, die mir wahnsinnig am Herzen liegen. Also da geht es dann um Rechtspopulismus. Wir besprechen Bücher. Da verbringe ich Tage mit Recherche. Und da skripte ich mir auch vor, welche Fragen irrsinnig relevant sind, wo ich diese Quelle her habe, wo ich diese Fakten her habe, wer diese Studie veröffentlicht hat. Weil sonst ergibt das ganze Format keinen Sinn. Und dann habe ich eins, in dem im Wesentlichen Gäste über ihren Werdegang sprechen. Da mache ich so einen ganz groben Fragenkatalog. Also je nach Format von gar nichts bis komplett Aufbau geskriptet, ja. Super spannend. Und während wir gerade über Episodenvorbereitung sprechen, ihr dürft natürlich auch die nächste Frage beantworten. Ihr müsst nicht den QR-Code immer neu einscannen, sondern ihr dürft tatsächlich quasi dranbleiben in dieser Applikation und dauerhaft immer wieder abstimmen. Wollte ich nur kurz hier anmerken. Und das ist doch spannend, weil wir ja doch eine gewisse Verantwortung haben. Gehst du wahrscheinlich mit Interviewformaten andersrum oder anders an der Sache, als wenn du jetzt deinen Co-Partner an der Seite hast, den du gut kennst und einschätzen kannst und auch vielleicht in der Thematik zu Hause bist. Ja, bei Interviews ist die Nachbereitung dafür ein bisschen zeitaufwendiger, gerade wenn man über rechtliche Themen spricht. Da gucke ich hinterher schon, was hat mein Gast gesagt, wenn er jetzt sagt, ja dieses oder jenes Gericht hat so und so entschieden oder das war mal ein Fall, der sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit erregt hat und der ist so und so verlaufen. Da gucke ich im Nachgang schon nach, ob das stimmt, weil ich mich auch für meinen Gast verantwortlich sehe. Also ich will nicht, dass dann was Falsches veröffentlicht wird. Also da mache ich schon nochmal einen Backcheck Stephanie Pink Gehst du damit an der Sache Ich meine du machst ja haupts ja im Co bist du ja unterwegs haupts Wobei du ja, wir erklären auch später, wo wir zu Hause sind. Ich wollte aber das nicht vorwegnehmen, dass ihr einfach konzentriert seid bei der Thematik. Wie gehst du damit um mit deinem Co-Host-Partner? Ja, also erstens ist es schon mal gut, dass ich auch einen Juristen als Co-Host habe, weil ich glaube, dass es wirklich ein Vorteil ist, sind halt Leute, die haben es halt gelernt und wissen halt genau, was geht und was nicht geht. Wir machen das teilweise so, wenn ich schon während der Aufnahme merke, ich bin mir unsicher, halte ich kurz an und google oder schaue nochmal nach, wenn ich mir nicht absolut sicher bin. Ansonsten, wir bereiten auch vor, wir, also ganz kurz zum Format, wir rezensieren andere Podcasts und dann hören wir uns mehrere Folgen, wenn wir die Zeit haben, hören wir uns mehrere Folgen des Formats an, was wir vorstellen. Und dort werden manchmal Sachen besprochen, wo wir dann auch nochmal nachschauen. Also es gibt eine relativ starke Vorbereitung, aber auch so wie bei Steffi auch nicht eine unaufwendige Nachbereitung. Wir haben auch relativ lange Shownotes, versuchen dann noch weiterführende Links mitzuliefern, dass man auch Fakten nochmal nachlesen kann, von Wikipedia bis wirklich Artikel oder sowas. Manchmal recherchiere ich mich da auch echt wund, weil viele Artikel auch hinter einer Paywall sind. Wir haben jetzt relativ viele Abos von, was weiß ich, Zeitspiegel, was auch immer. Aber ich weiß dann, dass im Zweifel die Hörerschaft das nicht hat. Manchmal generiere ich dann echt so Geschenke links auch, damit die ersten zehn, die das lesen, auch kompletten Zugriff drauf haben. Weil mir das auch schon wichtig ist. Und auch was unsere eigene Kredibilität betrifft. Also es geht ja auch darum, dass die Leute, die unseren Podcast hören, wissen, das hat Hand und Fuß. Also das finde ich aus Seriositätsgründen wichtig und schlussendlich, also das ist auch mein Beruf, Idus, als journalistisch arbeitende Person, dass das alles passen muss. Ich bin damit groß geworden, dass es ein Vier-Augen-Prinzip gibt, dass es ein Double-Check gibt, dass es ein Zwei-Quellen-Prinzip gibt. Also es wird nichts behauptet, was nicht zwei unabhängige Quellen voneinander sagen. Was natürlich schwierig ist, wenn du zum Beispiel einen Podcast zitierst. dann musst du erstmal die Aussage verifizieren, weil du weißt ja nicht, wie sauber arbeitet der Podcast, den wir gerade rezensieren. Und von daher sind Vor und Nachbereitungen auch ungef gleich gro Aber wir skripten zum Beispiel nicht durch Das ist ja auch so ein bisschen das Thema weil das produzieren ja auch Corporate f Unternehmen und da klammern sich manche wirklich an jedes Wort Da rutschst du fast schon ins Leintheater Und dann h du wie beide Seiten ein Skript haben und dann sagt der eine zum anderen liebe Sophia erz doch mal danke dir liebe Sophia Und so das willst du nicht h Aber das ist das Gegenteil davon. Wir reden ja auch von dem gesamten Oeuvre, was man da quasi aufdecken kann. Das kann natürlich auch dann fürs Hören das irgendwann anstrengend machen. Aber wichtig ist, sich Stichpunkte und Fakten zu machen und das möglichst, je besser man vorbereitet ist, desto weniger Nachbereitung hat man ja auch. Vor allem je besser du vorbereitet bist, desto weniger brauchst du dein Skript. Ich mache in manchen Episoden so einen Deep Dive. Hatte ich jetzt gerade wieder, da habe ich mit einem Anwaltskollegen aufgenommen, sehr prominente Kanzlei. Sehr prominent vertreten in Sachen Abmahnung. Wird euch gefallen. Und dann fing ich... Aus Berlin. Achso. Und dann fing er an und sagte, jetzt muss ich mal überlegen, wann wäre unsere Kanzlei eigentlich, ich so 2005. Wenn du schon mehr weißt als dein Gast. Ich bin dann halt so abgetaucht. Ich verspiele mich da auch komplett. Bin drei Tage weg. Krass. Gut, bei fünf Formaten? Also bei dem einen. Aber insgesamt, du hast fünf Formate, also ich glaube, da geht ja trotzdem viel drauf. Vielleicht, Steffi, ganz kurz auch für die Nicht-Podcaster hier. Wie viele Stunden investierst du pro Woche in deine Formate insgesamt? Ich weiß, sehr schwierige Frage. Kann man, kann ich sehr schwer sagen. Durchschnittlich. Also ich würde sagen, pro Tag, bevor ich anfange zu arbeiten, auf jeden Fall zwei, jeden Tag. Und im Prinzip das ganze Wochenende. Und ich habe halt einen, der kommt nur einmal im Monat. Da würde ich schon sagen, gehen insgesamt pro Monat fünf Arbeitstage. Für dieses eine Format, für eine Episode. Für die anderen ist es halt so, bereite es sich nicht vor. Der Schnitt dauert ungefähr anderthalb Mal so lang wie das Gespräch. Das geht fix. aber es ist schon es ist schon viel zeit aber ich bin selber schuld also müssen alle selber schulden weil wir lieben das wir lieben was wir machen ich möchte erst mal auf die zuschauer antworten hier drauf eingehen und es ist ja wirklich also es ist nichts eindeutiges muss man sagen der eine skripte der eines gibt es nicht der einen pass stichworte also jeder macht es anders ich glaube das zeigt es einfach Eigentlich ganz gut gesellschaftlich, wie das so aufgebaut ist. Die nächste Frage wird euch gefallen. Aber erstmal zu euch beiden. Vor allem eben zu Steffi, weil sie Gäste hat. Und wie gehst du denn mit den Aussagen deiner Gäste? Ich meine, gab es schon einen Gast, den du so voll korrigiert hast in der Episode, wo du gesagt hast, das geht so überhaupt nicht? Oder sind es meistens Gäste eher, die sowieso, also ihr seid auf einer Wellenlänge? Naja, ich suche mir meine Gäste ja selber aus. Also kann ich ganz klar sagen, ich lade niemanden ein, den ich scheiße finde. Sondern ich lade Menschen ein, die ich irgendwo auf der Bühne gesehen habe, die ein Buch geschrieben haben, wo ich denke, oh mein Gott, ist er oder sie cool, will ich mit sprechen. Natürlich hast du trotzdem gelegentlich mal eine Äußerung, wo sich bei mir sofort so eine kleine Stimme melden und flüstert rechtliches Störgefühl, rechtliches Störgefühl. Ich unterbreche dann in der Folge und sage, na, das würde ich jetzt so nicht machen, könnte hinterher dazu führen, das, dit oder dat. Dann sagt der Gast, okay, eigentlich immer, weil sich alle darauf verlassen. Und dann setzen wir an der Stelle noch mal neu an und das schneide ich dann raus. Ich habe in wenigen Einzelfällen hinterher auch mal Namen zum Beispiel rausgeschnitten, weil die Aussage an sich fand ich in Ordnung, in Verbindung mit dem Namen fand ich es dann aber zu identifizierend. Und das wollte ich dann nicht und das Risiko will ich nicht eingehen, das schneide ich dann raus, ist aber ganz, ganz selten und ich informiere den Gast aber auch und begründe, warum ich das gemacht habe. Oder es ist mal, eine ganze Antwort hatte ich auch schon mal, weil ich der Meinung war, oh, der Schramm war aber ganz doll an der Grauzone. Aber meistens macht es ja irgendwelche Probleme, erst wenn es ja ein bisschen größer ist. Also gefüllt, also bei kleinen Formaten. Und da passiert was, das hören sich zehn Leute an. Wenn da jetzt niemand irgendwas Falsches aufschnappt, merkst du keinen großen Wirbel. Aber sollte dieser Podcast groß werden, in drei, vier Jahren, dann schauen sie sich die Episoden, was waren denn, es kann durchaus sein, Episode 5, 6 oder so. Und dann kommt da was, wo du vielleicht nicht mehr d'accord bist. Du hast das ja nicht mehr auf dem Schirm. Und das Ding ist, den einen Podcast habe ich jetzt über fünf Jahre. Nee, jetzt im Oktober 6, glaube ich sogar schon. Und ich habe klitzeklein angefangen. Ich kann mich noch erinnern, wie happy ich war, als ich die ersten 50 Downloads hatte. Daf habe ich Nachrichten verschickt und Screenshots weil ich so gl war Und jetzt guckst du da rein und schaust auch mal werden eigentlich die alten Episoden noch geh Und es vergeht kein Monat, wo nicht jede Folge mindestens eine Handvoll mal abgerufen. Selbst Episode 1, die übrigens noch grottenschlecht war. Also das heißt, das läuft alles weiter. Und das ist alles online. Und du weißt nicht, ob jemand nicht vielleicht was rausgeklippt hat. Also das darf man ja auch nicht vergessen. Nur weil ich irgendwann was lösche, ist das ja nicht weg. Das haben wir jetzt gerade. Auch mit diversen Strafanzeigen, die laufen, zu verschiedenen Social-Media-Posts. Da kannst du es selber schnell löschen. Aber sei mal sicher, da gibt es schon ein paar Screen-Videos. Ja, definitiv. Stefanie, du bist ja ... Ich hätte gerne dazu noch was gesagt, weil du vorhin ja jetzt auch gesagt hast, und wenn das mal groß wird, es muss ja gar nicht groß werden. Ich möchte sehr gerne an den Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg erinnern. So, wir wissen alle, es war Grün gegen Schwarz sozusagen. Cem Özdemir, wie hieß der Spitzenkandidat der CDU? Sofort gelöscht im Kopf. Ich auch. Also ihr wisst alle, wen ich meine. Und schlussendlich hat ihn wahrscheinlich die Wahl gekostet, dass er vor irgendwie acht Jahren mal Scheiße geredet hat in einem Lokal-TV-Format, was bis dahin, glaube ich, 70 Abrufe hatte. Irgendjemand hat es gesehen. Jemand hat es gesehen, jemand hat es gefunden und jemand hat es platziert. Und es ist um die Ohren gefallen. Da brauchst du keine 15.000 Abrufe für. Wenn es da draußen ist und solange es online ist, und von den Clips will ich jetzt noch gar nicht sprechen, die du angesprochen hast, jedes Stück, was ihr publiziert, müsst ihr verantworten, solange es da draußen ist, auf jeden Fall. So. Ja, das geht einfach wahnsinnig schnell. Du hast ja jetzt eine der Strafanzeigen, die gerade läuft, es läuft gegen Mittelstandsunion oder so, die haben auch einen sehr, sehr schwierigen, schwierigen Instagram-Post gemacht, bezog sich auf die Situation mit der Linken. Der ist noch online. Und es gibt einen weiteren Post, der wurde sofort gelöscht auf Ilks von einer anderen Person, CDU-Politiker. Ja, natürlich kursiert der überall. Weil Menschen, die sich daran stören, schneller sind. Ich sage nur Spahns Baby War glaube ich wie lange online Keine Stunde Das war Wir merken es hat einen Einfluss was wir im Internet stellen und ich habe ja nicht mehr das Thema KI erw Das ist ja nochmal ein ganz anderes Level, was wir machen und man könnte jetzt tiefer einsteigen, weil wir so viele Stimmen ja ins Netz geben, frei zugänglich, reicht ja auch weniger. Aber ich möchte mich da nicht versteifen, sonst würden wir jetzt in einem komplett anderen Podcast hier gehen. Deswegen bleiben wir lieber doch zu diesen Themen. Und ihr habt ja fleißig abgestimmt. Sieben von 17 haben ja auch abgestimmt. Also vielen Dank dafür. Und ja, es sieht noch duftig. Hacke live noch. Ja, man merkt, da ist nicht viel. Es war auch eine Frage vielleicht für das Publikum, das wahrscheinlich auch nicht so viele Gäste hat, wenn überhaupt. Von daher ist die Frage für diesen Publikum nicht ganz richtig. Aber vielleicht ja demnächst mit Gast. Vielleicht demnächst. Es ist ja gut, das schon mal gehört zu haben. Ganz genau. Wir sind jetzt bei Meinungen und Aussagen gewesen. Und ich habe mir auch eine Frage hier gemeinsam mit meiner Co-Hostin in diesem Format ausgedacht. Und wir sprechen auch darüber, was dürfen wir denn überhaupt sagen? Was dürft ihr sagen? Was sagen die Gäste? Also, ich meine, da kann man sich ja viel versteifen. Ab wann mache ich mich vielleicht sogar strafbar? Also was darf ich denn sagen? Ist es eine Meinung? Ist das wirklich etwas Gezieltes? Weil oftmals hört man im Podcast, als ob das Tatsachen sind, aber oftmals sind es ja nur Meinungen, die wir irgendwo aufgeschnappt haben und dann ist es ja unsere Meinung geworden. Wie steht dir zu diesen ganzen Meinungen, die nicht gekennzeichnet werden als Meinung? Du musst nicht zwingend eine Meinung als Meinung kennzeichnen. Das Gericht wird sich damit auseinandersetzen, wenn du verklagt wirst und feststellen, war das eine Tatsachenbehauptung oder eine Meinung. Also und das ist eben das Grundproblem. Du kannst das nicht pauschal beantworten. Das ist immer unbefriedigend. Anwälte antworten immer mit Ja, kommt drauf an. Ist aber in dem Fall so. Man kann sich ein bisschen schützen, also indem man sowieso nur Dinge sagt, wir haben ein Rechtsgefühl. Also auf das Bauchgefühl kann man sich meistens verlassen. Die, die wirklich in die Nesseln sich begeben, die sind immer eins drüber. also das hei abstrakt betrachtet ist es so du kannst theoretisch alles sagen wir leben gott sei Dank in einem Rechtsstaat und es gilt f jedermann die Meinungsfreiheit Wird h heute gerne verwechselt weil viele denken ich darf meine Meinung unwidersprochen sagen Das ist aber wieder ein anderes Thema Es ist im Prinzip alles von der Meinungsfreiheit geschützt, was nicht strafrechtlich relevant ist. Das heißt Verleumdung, Beleidigung, Volksverhetzung ist auch ein bisschen Thema heutzutage. Dann gibt es aber die Tatsachenbehauptung und ich darf natürlich nur wahre Tatsachen behaupten. Also ein einfaches Beispiel ist, ich behaupte, Gio war zu Gast bei Ungeskriptet. Das ist eine unwahre Tatsache. Ich darf sagen, ich fände es ziemlich mies, wäre Gio zu Gast bei Ungeskriptet. Das ist die Meinung. Das ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt. Aber ist es etwas, was theoretisch überprüfbar ist, dann ist es eine Tatsache. Ist es etwas, was meine Ansicht zu etwas widerspiegelt? Ist es meine Meinung? Und natürlich darf ich tief in mir der Auffassung sein, Person X, Y ist ein mieses Arschloch und ein Faschist. Ist es nicht nachweisbar? Also es gibt ja zum Beispiel, Höcke, darfst du ja Faschisten nennen, gerichtlich festgestellt. So, ich darf das aber zum Beispiel nicht, wie häufig geschehen, durch einen Politiker über Ann-Kathrin Müller vom Spiegel sagen. Ich darf die nicht Linksfaschistin nennen, weil sie keine ist. Und das ist dann auch nicht mehr von meiner Meinungsäußerung gedeckt. Fakt ist, jeder, der ein bisschen Anstand besitzt und ein bisschen Feingefühl, wird innerlich wissen, was kann ich noch sagen und was nicht. Und darauf sollte man sich verlassen. Fakt ist, das fällt einem auf die Füße. Übrigens auch, wenn mein Gast so etwas sagt. Natürlich haftet nur der Gast an sich für seine Äußerung. Ich bin aber ja diejenige, die diese Meinung verbreitet oder diese nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckte Äußerung. Das heißt, ich bin schlimmstenfalls nicht schadensersatzpflichtig. Ich bin aber in der sogenannten, nennt man so Störerhaftung. Ich bin diejenige, die diese Störung weiter verbreitet. Und das heißt, ich könnte auch in Anspruch genommen werden, um das Ding vom Netz zu nehmen. Also ich hänge immer mit drin für alles, was meine Gäste sagen. oder ist es ein bisschen zu leicht gemacht zu sagen, habe ich nicht gesagt, hat der ja gesagt, Das ist nicht mein Problem, doch es ist das Problem. Deswegen ein kleiner Pro-Tipp. Wenn ich ein Format habe mit Gästen, sollte ich immer eine Freistellungserklärung mir zusätzlich unterzeichnen lassen. Dann bin ich zumindest aus den Kosten raus, aus Schadensersatz. Was bedeutet das, die Freistellungserklärung? Dass ich nicht hafte für seine Äußerungen und er im Innenverhältnis verpflichtet ist, für den selbst verursachten Schaden einzutreten. Das ist natürlich trotzdem ein Problem, Wenn ich mit diesem Podcast Geld verdiene und muss ihn dann vom Netz nehmen, auch da bietet sich an, ehrlich, mache ich es immer selber? Nee, mache ich auch nicht. Aber es gibt Interviewverträge, die kann man verwenden. Dass du vorher schon regelst, Freigabe, ja, nein, Zustimmung zur Veröffentlichung, auf welchen Portalen, auch für Clips. Weil kurze Clips sind eigentlich in der Erlaubnis, die gesamte Episode zu veröffentlichen, nicht zwangsläufig enthalten. Also ich spreche immer vorher alles ab. Und dann kann ich da natürlich auch eine Klausel aufnehmen. Also, hör mal, guter Mann, gute Frau, für alles, was du da an rechtlich relevanten Äußerungen raushaust, haftest du und du stellst mich frei. Trotzdem muss ich meine Episode schlimmstenfalls runternehmen. Oder in YouTube kann ich ja in der Episode auch ein Stück noch entfernen hinterher. Aber da kannst du halt auch schon, was ist im Fall das, kannst du auch schon vertraglich regeln. Aber das heißt du im Prinzip vor jeder Aufnahme gibt es erstmal ein Schriftwerk, einen kleinen Vertrag, den du unterzeichnen lässt. Ich sage jetzt mal, ich mache das fast, ich mache es auch nicht immer. Okay, aber du machst es schon oft, häufig? Ja, also ich habe eine sehr ausführliche E-Mail-Korrespondenz vorher. Ich lasse mir jetzt nicht nochmal unterzeichnen. Fakt ist aber, dass ich meine Gäste auch alle kenne. Und es sind Anwälte, sehr viele dabei. Also von daher, wir einigen uns. Das ist ja auch trotzdem wirksam. Ganz sauber wäre es, und das siehst du immer in eigener Sache, Anwälte immer zu bescheißen. Aber ich würde immer dazu raten, legt euch sowas einmal zurecht und dann verschickt das vorher. Das wäre das Sauberste. Weil dann ist das einfach vorab schon geklärt. Und ich habe auch das Problem, wenn sich ein Gast, auch das kann man da schon mal regeln, wenn sich ein Gast später entscheidet, ich habe das gesagt, aber jetzt habe ich einen neuen Job und jetzt ist es so ein bisschen schwierig Nat stimmt der der Ver zu Die ist aber widerruflich Also es gibt gewisse gesetzliche Vorgaben die einfach ausschlie dass du unwiderruflich zustimmst Weil es kann sich immer irgendwas Und das hatte ich tats auch mal dass ich ein Video wieder runternehmen musste Audio war noch okay, da wurde die Person sehr massiv bedroht und dann haben wir gesagt, ja okay, dann machen wir das so. Aber das sind alles Dinge, da ist es sinnvoll, sich vorher mal mit zu beschäftigen. Und weil wir jetzt gerade viel darüber gesprochen haben, wie wir uns informieren, was wir kennzeichnen, wäre es interessant herauszufinden, wie es unserem Publikum auch geht. Und tatsächlich haben sie schon fleißig abgestimmt und die Ergebnisse, ja, 50-50, quasi, gelegentlich, eher oberflächlich oder regelmäßig beziehungsweise schon vertieft. Nein, ist mir egal, hat schon mal niemand beantwortet. Das ist ja auch schon mal was. Und Zeit dringt tatsächlich hier auf dieser Bühne. Wir könnten natürlich auch zwei Stunden sprechen. Müssen wir mal vielleicht beim nächsten Mal einen größeren Slot anfragen. Ich weiß nicht, ob das erlaubt wird. Oder wir machen ein paar Tour am Nachmittag. Es ist dein Festival. Du kannst hier machen, was du willst. Würde ich hier ganz vorstellen. Schließt die Tür noch. Aber wir haben noch ein paar coole Fragen, die genau dazu passen. Anders als die bis hier, ah, jetzt kommen noch ein paar Kuh. Wir haben tatsächlich noch coole Fragen, die aber erstmal unserem Publikum gestellt werden müssen und die aber genauso wichtig sind. Und wir haben jetzt viel über Kennzeichnungen gesprochen, aber was ist euch, und das wird jetzt ganz wichtig, weil es geht um HörerInnen, was ist euch als HörerInnen am wichtigsten? Und das wird jetzt richtig interessant. Sorry. Ich kann ja erstmal sagen, was mir wichtig ist als Hörer, weil ich höre ja auch viele Podcast-Formate, ihr auch. Ich weiß, Stephanie Pink hört wirklich jede Woche auch beruflich sehr, sehr, sehr viele Formate. Und mir ist es wichtig einfach, dass es eine gewisse Dynamik hat, dass es nicht irgendwie 15 Sekunden letztes Mal Pause ist, dass die Audioqualität wichtig ist. Also für mich persönlich, ich bin so ein Audio-Mensch, so ein Ohr-Mensch, ich weiß nicht, ob ich das so sage. aber auf jeden Fall ist es mir ultra wichtig. Und wenn da schon bestimmte Dinge nicht passen, dann schalte ich ab egal wie gut dieser Podcast ist Und ich h mir aber kein 4 an egal wer da ist Im Normalfall mache ich nicht weil 4 Stunden f eine Podcast nehme ich mir nicht Zeit. Also es ist einfach so, wie ist es bei euch beiden, solange diese Fragen wir antworten werden. Also mein längster Podcast, den ich mir angehört habe, aber ich muss sagen, es war auch ein Live-Podcast, war etwas über 6 Stunden. Aber irgendwann bin ich dann auch wirklich auf allen Vieren rausgegangen. Es war bei der langen Nacht der Zeit alles gesagt und das haben die im Audio-Max der Hamburger Universität gemacht und am Anfang war das wirklich bumsvoll bis unters Dach und du hast gemerkt, wie es so langsam rieselt von Stunde zu Stunde, aber wir haben es nicht bis zum Ende geschafft, wir haben ihn nicht zu Ende hören können. Bei dir? Also jetzt zu dem Punkt Audio, klar ist es schön, wenn ein Format Top-Soundqualität hat, aber ich ticke da komplett anders Also wenn mich der Inhalt packt dann höre ich auch drüber hinweg dass vielleicht ja es ein bisschen nach Telefongespräch oder was immer klingt weil für mich ist der Inhalt entscheidend Wenn es jetzt unhörbar ist, klar aber Sound ist mir nicht so wichtig wie der Inhalt Was mir in einem Format ganz wichtig ist, ich höre entweder Podcasts nur zur Unterhaltung, eher großer Fan von Talk ohne Gast, bestes Ding ever. Der Rest, den ich höre, da geht es um Fakten, um Information oder vielleicht auch um kritische Formate. Da finde ich es unerträglich, wenn nicht nachgehakt wird, wenn Fakten, Tatsachen, die angesprochen werden, dann nicht unterfüttert werden mit Quellen. Woher hast du das? Also einfach so blind rein. Ja, über die Hälfte der Deutschen findet das. Sagt wer? Wer? Wo? Kann ich das nachlesen? Oder es gab da eine tolle Studie zu, es gab einen tollen Aufsatz. Ja, dann will ich das vielleicht sehen, ich will das wissen. Weil ansonsten ist die Information für mich wertlos. Das ist mir sehr wichtig. Und wenn es ein Laber-Podcast ist, der, sage ich jetzt mal, nicht wichtige Themen berührt, fein, dann labert einfach, dann ist es ja zur Unterhaltung. Wenn es aber ein konfrontatives Format ist, dass dann gewisse Dinge unwidersprochen in den Raum hallen können, macht mich krank. Und deswegen würde ich sagen, also No Front, mir ist jetzt kein Format bekannt über vier Stunden oder um die vier Stunden, das ich h w Mir fallen aber auch ehrlich gesagt nur zwei ein Und das eine ist mir nicht konfrontativ genug und das andere ist mir zu problematisch Ja, gehe ich mit. Ich habe selber mal eine Episode produziert, die ist insgesamt aber gestückelt, an einem Stück quasi zusammengefügt mit einem roten Faden, ich glaube fast fünf Stunden. Das war meine längste Episode. 200. Episode. Also 29er sind doch auch so lang, oder? Hört jemand die 29er? Nein. Ich muss mal googeln. Ich sag mir gar nichts. Also zwei Stunden habe ich gelegentlich schon auch. Und das Interessante ist, die werden aber gehört. Und ich kriege dann auch Feedback zu irgendwas, was vielleicht in den letzten fünf Minuten war. Und ich habe früher so lange Episoden in zwei gestückelt, das vielleicht mal so als Tipp aus dem Nähkästchen. Die laufen einzeln schlechter als die lange am Stück. Weil du dann ja vielleicht zwei Wochen dazwischen hast. Ja, spannend. Wir haben auch die Ergebnisse mittlerweile hier generiert und man muss sagen, also es ist auf jeden Fall den Leuten hier wichtig, dass Quellen entweder angegeben sind, dass sie ja auch von dem Host geprüft wurden und auch teilweise die Einordnung der Falsch behaupten, ist auch auf jeden Fall ausgewählt worden. Das heißt, das Thema Information ist für die Gäste oder nicht für die Gäste, für die Zuhörer, der auf jeden Fall auch ein sehr wichtiges Thema, so wie aus den Ergebnissen hier zu lesen ist, finde ich auch sehr beruhigend, weil dadurch kann man sich doch eine Meinung bilden, wenn man ein paar Informationen mehr dazu hat, weil sonst kann ich dir alles erzählen, wenn der Tag lang ist. Ja, das Spannende ist ja, dass sich das in zwei Lager spaltet. Es gibt ja auch die Hörer, die sagen, ich fühle mich bevormundet, wenn irgendwas eingeordnet wird. Das lese ich momentan online zunehmend. Das finde ich ganz interessant, weil diese Menschen sagen, nee, ich brauche da keine Fakten dazu, lasst die alle reden. Ich bin ja in der Lage, mir selbst ein Bild zu machen. Und ich finde, also ich kann diese Auffassung nicht teilen, weil wenn gar nicht damit konfrontiert wird, dass etwas nicht stimmt, wird es ja als Tatsache in die Welt getragen. Und wenn ich mich dann nicht selbst zusätzlich informiere, bin ich eben nicht in der Lage, mir eine Meinung zu bilden, finde ich. und vor allem umso mehr wir auch ins Internet einfach tragen, egal ob schriftlich oder auch einfach im Rahmen eines Podcasts. Das sagen auch KI, KIs, die unterschiedlichen KIs auf und daraus bilden sich wieder irgendwelche Meinungen und dann wird wieder was produziert von dieser KI, wird nochmal drüber irgendwas rüber produziert und irgendwann haben wir ja nur noch... Keine Ahnung, also wirklich viele Unwahrheiten im Netz und dann weißt du gar nicht, was du glauben sollst. Und wenn jemand sagt, ich habe aber Chachibiti gefragt und er hat das und das gesagt, das ist leider keine Quelle. Früher galt nicht mal, wenn man sagt, ich habe auf Wikipedia das nachgelesen, war früher schon sehr kritisch. Heutzutage aber packt jeder Chachibiti oder Claude raus und sagt, das hat sie mir aber Chachibiti gesagt. Das zählt aber tatsächlich nicht. Ja, es wird ja auch gar nicht mehr gegugelt und es wird auch nicht mehr nach Quellen gesucht und ich finde es auch immer wieder interessant, also KI ist da wirklich die Pest, muss man einfach sagen, weil die Leute sich so sehr darauf verlassen und ich habe das Gefühl, dass die Verifizierung von Fakten immer schwieriger dadurch wird. Und auf der einen Seite wird es schwieriger und auf der anderen Seite verlieren die Leute ein Bewusstsein dafür, dass es immer diffuser wird und dass die Quellenlage immer, wenn sie nicht direkt die Quellen suchen, sich verschwimmt. Ja absolut Und viele Formate arbeiten ja im Prinzip mit Quelle Ich Ja Ja auch Beitr Und das ist halt absurd Und ich finde wenn du einordnerst sagst du ja den Menschen nicht was sie zu glauben haben sondern du lieferst ihnen einfach nur die Faktengrundlage um sich eine Meinung zu bilden Und wenn dein Gast sagt, dies oder jenes ist nicht strafbar und es ist aber falsch, finde ich es wichtig, dass man das korrigiert und sagt, ja doch, wurde auch schon so entschieden. Dann kann ja der Hörer trotzdem entscheiden, will ich das künftig trotzdem tun oder nicht? Will ich das gut finden oder nicht, dass derjenige das gesagt hat? Ich sage ja nicht, du hast da Scheiße zu finden, du solltest aber wissen, dass es straffbar ist. Bild dir deine Meinung und entscheide, wie du dich verhältst. Ja, aber bild dir idealerweise die Meinung auf Basis von Fakten. Ja. Superspannender Talk, auf jeden Fall ganz, ganz viele Themen, wo wir uns vertiefen könnten. Und leider haben wir die Zeit nicht, weil in drei Minuten ist es schon soweit. Ihr könnt jetzt noch ein paar Fragen stellen, wenn ihr Interesse habt. Ansonsten Steffi und Stefanie sind auch hier unterwegs oder ich. und da kann man auf jeden Fall über diese Thematik noch weiter schnacken. Wer war denn hier zu Gast Stephanie Gregor Produzentin und Gr von Euphonica und nat Steffi die Pressesprecherin der Bundesrechtsanwaltskammer Berlins hat f verschiedene Podcast unter anderem recht interessant und ich bin Gio von So geht Podcast und ich glaube, damit sind wir gut in der Zeit. Wir haben noch zwei Minuten zur Verfügung, aber ich wollte einfach mal den Moderatoren da hinten ein bisschen, dass der Blut nicht ganz so hoch geht, weil wir das überziehen, das kennen wir ja von den letzten Jahren. Aber er hat noch keinen High Five gezeigt, Das war ja vorhin die Ansage. Du hast vor allem kein High Five gegeben. Habt ihr Fragen, dann dürft ihr sie gerne stellen. Das muss nichts über, keine Ahnung, irgendwie juristisch sein. Das kann auch allgemein, wie fühlt es sich an, als Podcaster hier zu sein, fühlt es sich an, auf der Bühne zu sein. Das können ja ganz banale Fragen auch am Ende sein. Schreibt sie gerne. Pistazieneis ist mein Lieblingseis. Meins auch. Wir greifen schon mal vor, um Zeit zu spannen. Das ist der Name, ich schwöre es dir. Ja auf jeden Fall kann ich euch auch die einer der letzten glaube ich Episoden bei Recht Interessant empfehlen Da warst du ja mit Thomas Kehl von Finanzfluss War das bei Recht Interessant Ja krasser Fall Also das zum Beispiel lass mal so einen Mic Drop so Finanzfluss der ein oder andere von euch kennt kennt diese Plattform Ja sein Bild seine Marke wurde missbraucht f Scam und er musste dann wirklich gegen Meta klagen damit das alles offline genommen wird Und Menschen haben bis zu 50.000 Euro verloren, weil sie auf die Fake-Werbung reingefallen sind. Das ist für ihn natürlich super scheiße. Also spannender Fall. Aber erste Instanz gewonnen. Ja, sehr gut. Auf jeden Fall. Dann danke ich euch beiden für eure Zeit. Das war sehr schön, das Ganze hier zu machen. Es war ein Experiment, weil es war doch sehr herausfordernd, gleichzeitig da zu gucken, schalten und mit euch hier in Kontakt zu sein. Aber ich hoffe, ihr habt Spaß gehabt und konntet ein bisschen was mitnehmen. Und ansonsten sind wir eh hier noch den ganzen Tag. Also viel Spaß auf dem Festival. Du hörst So geht Podcast Gespräche aus der Podcast Szene von und mit Giovanni Pellegrino